Projekt des Monats Januar 2019


60 Jahre Bad Pyrmont - Anzio: Schilderung einer Bürgerbegnung

                            


Ziel des Projektes „Europa für Bürgerinnen und Bürger – Unsere Zukunft in Europa“ ist ein stärkeres Bewusstsein für gemeinsame europäische Belange und Herausforderungen für alle Bürgerinnen und Bürger der teilnehmenden Städte zu vermitteln, um sich mit der Zukunft Europas und ihrer Rolle als Unionsbürger zu befassen. Das 60-jährige Jubiläum zwischen der deutschen und der italienischen Partnerstadt war ein guter Anlass, Rückblick auf die Anfänge der Partnerschaft zu halten, den Wandel derselben im Laufe der Jahrzehnte und die Bedeutung von Partnerschaften für das gemeinsame, friedliche Europa sowie für den Ausblick und den Austausch zwischen den Teilnehmern zu aktuellen Themen in Europa, wie z.B. Integration, Ehrenamt und Umweltschutz zu beobachten und zu werten.

Das Projekt hat das Interesse am interkulturellen Dialog geweckt und verdeutlicht, dass europaweit relevante Themen auf der lokalen Ebene und für die einzelnen Teilnehmer vor Ort von Bedeutung sind und mitgestaltet werden können.

Bei der umfangreichen Vorbereitung war den Organisatoren die Bildung von Netzwerken (Vereine, Institutionen und kommunale Einrichtungen) sehr wichtig, um so einen regen und umfangreichen Erfahrungsaustausch zu erreichen.

Im Vorfeld erwies sich als förderlich, frühzeitig fachlichen Rat zu erhalten, um die zahlreichen Ideen mit den umfangreichen Förderbedingungen der EU in einen Kontext zu bringen. Dabei hat uns das IPZ maßgeblich begleitet. Mit 72 von insgesamt 100 zu erreichenden Punkten wurden die Bewertungskriterien erfüllt.

Die Förderung aus dem Programmbereich „Städtepartnerschaften“ in Höhe von 18.160 € war für die Organisatoren eine wichtige finanzielle Grundlage, um mit den insgesamt 122 internationalen Gästen aus Anzio und Heemstede sowie den deutschen Teilnehmern aus Bad Freienwalde und Bad Pyrmont ein viertägiges Projekt umsetzen zu können.

Ausgehend von dem Förderziel der EU und dem Programm „EfBB“ stellte sich die Frage, wie eine anstehende Würdigung eine der ältesten Städtepartnerschaften zwischen einer italienischen und einer deutschen Kommune eingebunden werden kann in eine Strategie, mit der die wundervolle Gemeinschaft der Staaten Europas, das friedvolle Zusammenleben über Jahrzehnte hinweg sowie das mit Toleranz und Anerkennung und gegenseitigem Respekt versuchte Ringen um gemeinsame Lösungen den Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt verständlich nahe ge-bracht werden kann.

Hieraus entstand ein über vier Tage ausgedehntes Programm, in dessen Aktivitäten möglichst viele Gäste und Be-wohner der eigenen Region eingebunden werden sollten.




PROGRAMM
• Empfang und Vorstellung der Stadt
• Tagesworkshop zur Elektromobilität und Sicherung der Trinkwassser-Ressourcen bezogen auf die Situation in Bad Pyrmont und Anzio und den europaweiten Bestrebungen zur Verminderung von Schadstoffen und der Sicherung des Allgemeingutes Trinkwasser, sowie dem Verständnis der Quellenbesonderheiten der Gastgeberstadt; Angebot praktischer Erfahrungen in der Benutzung von E-Fahrzeugen.
• Workshop: Gemeinsamer Sangestechniken mit dem Einüben einer gemeinsame Hymne
• Festakt zur Bekräftigung der Verbundenheit beider Partnerstädte unter Einbeziehung der jugendlichen Chöre aus dem Workshop.
• Jugendforum „Zukunft in Europa, Integration und Migration“ unter Einbeziehung von Vertretern der Europa-Union, Erarbeitung der aktuellen Entwicklung und zukünftiger Perspektiven in Arbeitsgruppen;
• Workshop „Neue Sportarten kennenlernen“ unter Einbindung örtlicher Sportvereinen und deren Spartenleitern
• Quellenspaziergang und Tasting zum Kennenlernen der spezifischen Besonderheiten der Gastgeberstadt;
• Öffentliche Veranstaltung mit Vorstellung der in den Workshops erarbeiteten Ergebnisse.
• Reflektion der Ereignisse und Ergebnisse in einer Besprechung aller offiziellen Vertreter der Städte; Erarbeitung zukünftiger Aktivitäten und Bildung weiterer Netzwerke zur Vertiefung gemeinsamen Handelns, Verständnis abweichender Mentalitäten und kultureller Unterschiede, Erreichen von Zielen unter Mitwirkung bzw. Einbindung der jeweiligen Partnerstädte.




      


Bürgermeister Klaus Blome, Marianne Weiland (Vorsitzende                 Das Umweltprojekt beinhaltete das Probefahren mit
des Städtepartnerschaftsvereins), italienischer Generalkonsul             Elektrofahrzeugen.
Giorgio Taborri, Anna Lerch (Heemstede), Bgm. Candido de
Angelis (Anzio), Niedersachsens Innenminister Boris
Pistorius, Europaabgeordneter Bernd Lange, Bürgermeister
Ralf Lehmann (Bad Freienwalde).

Fotos: Stadt Bad Pyrmont

                           
Impressionen von den Workshops (Umweltprojekt, Tanz- und Sport)
Fotos: Stadt Bad Pyrmont



Um das umfangreiche Programm im Detail zu entwickeln und dabei insbesondere die im Zusammenhang mit der Förderung vorgegebenen Auswirkungen der Ergebnisse aus europäischer Sicht erzielen zu können, war es erforderlich, aus den Personalressourcen des Städtepartnerschaftsvereins eine Projektgruppe zu bilden, die sich wiederum spezi-fisch nach Themen und Aufgabenstellungen in Arbeitsgruppen zusammensetzte.

Einen Großteil der Beratungen nahm die als recht umfangreich empfundene Antragstellung ein, die schlussendlich unter beispielhafter Mitwirkung des IPZ gelang. Ebenso mussten Referenten, Abläufe, Örtlichkeiten und Versorgung der jeweiligen Workshops und Foren erarbeitet werden. Nahezu bis kurz vor Beginn des Veranstaltungswochenendes gab es immer wieder Änderungen auf Seiten der anreisenden Gäste sowohl in der Anzahl der Teilnehmer, der Zu-sammensetzung sowie der An- bzw. Abreisezeiten. Auch war zu klären, welche Zuschüsse den Teilnehmenden für entstehende Reise- oder Unterbringungskosten gewährt werden können.

Schließlich musste auch eine Dokumentation berücksichtigt, vorbereitet und durchgeführt werden, um für eventuelle Prüfungszwecke als Hintergrund bereitgehalten zu werden. Auch wenn sich speziell im Zusammenhang mit dem För-derprogramm herausstellte, dass dies nicht im Detail und insbesondere nicht mit persönlichen Daten versehen gefor-dert war, so erwies es sich doch als Vorteil, beim geforderten Schlussbericht darauf zurückgreifen zu können. Hier können wir aus unserer Erfahrung die Empfehlung geben, sich noch vor der Durchführung des Projekts einen Vor-druck des Schlussberichts geben zu lassen, um frühzeitig die hierin geforderten Schwerpunkte erkennen und dement-sprechend eine Dokumentation führen zu können.


Abschließend möchten wir die Leser dieses Berichts ermutigen, Förderanträge für Projekte an die EU zu stellen, sich fachlich dabei beraten und begleiten zu lassen und vor allem nicht nachzulassen, falls sich anfangs zu große Hindernisse und Beschwerlichkeiten insbesondere bei der Antragstellung abzeichnen. Halten Sie durch, es lohnt sich – wenn nicht gleich beim ersten Mal, dann mit Schwung und Erfahrung in einem erneuten Versuch.

Hintergrund:
Der Städtepartnerschaftsverein Bad Pyrmont organisiert seit vielen Jahren Begegnungen in den Bereichen Kultur und Sport mit den Partnerstädten Anzio (Italien), Heemstede (Niederlande) und Bad Freienwalde (Deutschland). Insbe-sondere der jährliche Jugendaustausch zwischen Bad Pyrmont und Anzio (60 km südlich von Rom gelegen) sowie Bürgerbegegnungen mit Heemstede sind ein Beispiel eines gelebten Europas und haben den Städtepartnerschafts-verein in der Bürgerschaft zu einem wichtigen und anerkannten Instrument der Völkerverständigung werden lassen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Grenzen und Vorurteile zwischen den einzelnen Kulturen in Europa abzubauen und gegenseitige Toleranz zu fördern. Eingebunden in die ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen sind auch die örtlichen Schulen, Vereine und Institutionen.
Immer wieder hat der Verein mit besonderen Aktionen und Projekten aufhorchen lassen. Das ehrgeizige wie auch anspruchsvolle Kriegsgräberprojekt „Auf den Spuren mahnender Geschichte“ mit jeweils 20 Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren aus Bad Pyrmont und Anzio, begleitet von jeweils fünf Betreuern, war im Jahr 2016 das bisher auf-wändigste und erfuhr überörtliche Aufmerksamkeit. In beiden Städten erlebten die Schüler die gemeinsame europäi-sche Geschichte, die Auswirkungen des verheerenden Zweiten Weltkrieges sowie aktuelle Formen der Nationalismen. Beide Forschungsphasen flossen zusammen in eine viel beachtete Dokumentation. Diese wurde abschließend in der Niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel gezeigt, letztlich auch als Dank für die finanzielle Unterstützung aus dem Erasmus+-Förderprogramm der EU in Höhe von 55.300 €.

Wir bedanken uns beim Städtepartnerschaftsverein Bad Pyrmont e.V. und insbesondere bei Wolfgang Siefert von der Stadt Bad Pyrmont für den Bericht.



Projekt des Monats Dezember 2018

Städtepartnerschaft Hansestadt Attendorn – Rawicz:

Über den Weg hin zum Abschluss einer Städtepartnerschaft


Die im Sauerland gelegene alte Hansestadt Attendorn verfügte bis Ende 2018 über keine Städtepartnerschaft. Nach entsprechendem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung in Attendorn fanden in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt sechs Treffen einer aus politischen und kommunalen Vertretern bestehenden Arbeitsgruppe statt, in denen das Thema „Städtepartnerschaft“ behandelt und über in Frage kommende Kommunen in unterschiedlichen Ländern diskutiert wurde.
Am 16.11.2016 wurde durch den Städte- und Gemeindebund NRW das Partnerschaftsgesuch der polnischen Stadt Rawicz veröffentlicht. Ziel des Partnerschaftsgesuches war der Aufbau intensiver Kontakte und einer engen Zusam-menarbeit mit einer deutschen Kommune in unterschiedlichen Bereichen. Auch dieses Gesuch der polnischen Stadt wurde in der Arbeitsgruppe besprochen und hier gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Instituts für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ), Anna Noddeland, erörtert. Im Ergebnis wurde das Partner-schaftsgesuch der Stadt Rawicz unter Berücksichtigung verschiedenster Kriterien (Größe, Erreichbarkeit, Kommunika-tionsmöglichkeit, Schulstruktur, Anteil der polnischen Mitbürger in Attendorn, wirtschaftliche Kooperationsmöglichkei-ten, etc.) als vielversprechend bewertet.
Im Anschluss an die letzte Sitzung des Arbeitskreises wurde am 12.04.2017 durch ein Schreiben an den Bürgermeister der Stadt Rawicz, Herrn Kubik, ein erster Kontakt geknüpft, um zunächst das grundsätzliche Interesse an der Ver-tiefung einer Beziehung abzuklären. Das Bestehen dieses Interesses und das mögliche Potenzial einer Kooperation auf unterschiedlichsten Ebenen wurde bereits nach dem ersten zeitnahen Besuch der Herren Bürgermeister Kubik und Wirtschaftsberater Robert Aszkielowicz in Attendorn am 18.05.2017 mehr als deutlich.


Birgit Sippel (MdEP) und mit stv. Bürgermeister Szybaj (l. Rawicz) und Bürgermeister Pospischil (r. Attendorn)
Foto: Stadt Attendorn



Im Anschluss an diese erste Zusammenkunft mit Vertretern aus Rawicz kam der Bürgermeister dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 17.05.2017 nach und bildete eine zivilgesellschaftlich breit gefächerte Unterstüt-zergruppe, in der weitere Kooperationspunkte und Bereiche zukünftiger Austausche entwickelt wurden. Zu dem Ad-ressatenkreis dieser Gruppe, welche bis zum heutigen Datum fünfmal zu Besprechungen zusammen kam, gehören derzeit bereits über 60 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Kirche, Schule-Junge Menschen, Sport, Schützenwesen, Kultur, Senioren, Industrie/ Wirtschaft, Verwaltung, etc.). In der sehr konstruktiven Zusammenarbeit der Mitglieder der Unterstützergruppe wird deutlich, welch großes Interesse an der Kooperation mit der Stadt Rawicz und welche enormen Möglichkeiten, voneinander lernen zu können, bestehen.

Im letzten Quartal des Jahres 2017 fanden zwei gegenseitige Besuche aus den Verwaltungsbereichen statt. Hier waren Bürgermeister Kubik, sein Stellvertreter Pawel Szybaj und der Wirtschaftsberater Robert Aszkielowicz vom 07.12. bis zum 10.12.2017 zu Gast in Attendorn und lernten die Stadt und bereits viele Mitglieder der Unterstützergruppe kennen. Vorhergehend nahmen Bürgermeister Pospischil, Dezernent Hesse und Amtsleiter Lütticke eine Einladung des Bürgermeisters Kubik an und verbrachten die Zeit vom 11.10. bis zum 13.10.2017 in Rawicz. In diesem Zusam-menhang kam es bereits zur Unterzeichnung einer Absichtserklärung, welche mögliche zukünftige Gebiete der Zu-sammenarbeit fixiert und deutlich macht, dass beide Seiten bestrebt sind, in naher Zukunft eine Städtepartnerschaft miteinander einzugehen. Darüber hinaus nahm ein gemischtes Läufer-Team aus Attendorn in der Zeit vom 18.05. bis zum 21.05.2018 an einem Sportwettkampf (24-Stunden-Lauf) in Rawicz teil und der 2. stv. Bürgermeister Uli Selter reiste vom 07.09. bis zum 09.09.2018 anlässlich des 380. Stadtjubiläums nach Rawicz.
Außerdem fanden beidseitige Bürgerbesuche statt. In der Zeit vom 13.09. bis zum 16.09.2018 reiste eine 32-köpfige Delegation aus Attendorn nach Rawicz und knüpfte erste wichtige Kontakte zu den polnischen Vertretern der entspre-chenden Organisationen, Vereine und Einrichtungen.

Der Gegenbesuch in Attendorn fand vom 04.10. bis 07.10.2018 statt, bei welchem mehr als 40 Besucherinnen und Besucher aus der polnischen Stadt Rawicz zu einer Fahrt nach Attendorn aufgebrochen sind. Nach dem anregenden Besuch der Attendorner in Rawicz war die polnische Gruppe ihrerseits gespannt auf das verlängerte Wochenende in der Hansestadt.
Während des herzlichen Empfangs im Attendorner Rathaus wurde wieder einmal deutlich, wie viele Gemeinsamkeiten die beiden Städte tatsächlich haben. Die beiden Stadtoberhäupter, Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil und der stellvertretende Bürgermeister von Rawicz, Pawel Szybaj, wiesen auf die Bedeutung des erneuten Treffens hin. Die polnischen Bürger seien sehr enthusiastisch, die Freundschaft zu den Attendornern weiterhin zu stärken, betonte Szybaj. Die Europa-Abgeordnete Birgit Sippel, die ebenfalls an der von viel Sympathie geprägten Begegnung im Ratssaal teilnahm, geht davon aus, dass eine mögliche Städtepartnerschaft die Gemeinsamkeiten zwischen den bei-den Gemeinden weiter stärken könnte.
Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutierten die polnischen Gäste und ihre Attendorner Gastgeber während eines Workshops in der Akademie Biggesee. Hier entwickelten Gäste und Gastgeber in lebhaften Gesprächen jede Menge Ideen, wie die entstandenen Freundschaften zwischen den beiden Städten in eine echte Kooperation münden könnten. Hierbei wurde schnell deutlich, dass die gemeinsame Zukunft von Attendorn und Rawicz am besten durch eine fruchtbare Zusammenarbeit auf allen Ebenen – nicht nur durch ein paar ausgewählte Einzelvertreter – gedeihen kann.
So nutzte der Besuch aus Rawicz das goldene Oktober-Wochenende auf unterschiedliche Weise. Die sportbegeister-ten Teilnehmer aus Polen lernten mit Hilfe der Attendorner Vereine die Sportstätten der Hansestadt kennen. Eine Gruppe von Radfahrern schloss sich gar Attendorns "Marathon-Man" Rolf Kaufmann an, um die Wälder der Umge-bung mit dem Fahrrad zu erkunden. Andere wiederum besuchten die kulturellen Einrichtungen der Stadt, während sich weitere Gruppen der Orte rund um die verschiedensten Themenbereiche wie Schule und Jugend, Wirtschaft, Feuerwehr, JVA, Senioren oder Schützen widmeten. Vikar Thomas Choinski, der die Gruppe betreute, die sich mit dem Lebensraum Kirche beschäftigte, kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus.


Abschluss des World-Cafés in der Akademie Biggesee
Foto: Stadt Attendorn


Auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt mit dem Biggeblick, dem Südsauerlandmuseum, der Burg Schnellenberg und der Atta-Höhle zogen die Besucher in ihren Bann. Als äußerst gelungene Überraschung im Besuchsprogramm ent-puppte sich am letzten Abend der Besuch des Schützen-Herbstballs in Neu-Listernohl. Dort feierten alle Beteiligten dann so ausgiebig, dass sich die Rückfahrt nach Rawicz am anderen Morgen sogar ein bisschen verzögerte.

Der Wirtschaftsberater und designierte Vorsitzende des Partnerschaftsvereins in Rawicz, Robert Aszkielowicz, erzählte hinterher: "Der abendliche Ausgang unseres Besuches war mehr als perfekt." Die Gruppe sei "bestens gelaunt mit vielen wunderbaren, mehrfach im Bus diskutierten Erinnerungen an den tollen Besuch in Attendorn" nach Rawicz zurückgekehrt.
Hinsichtlich beider Begegnungen lässt sich resümierend feststellen, dass erste gute Beziehungen, gar Freundschaf-ten, geknüpft wurden. In den Themengruppen wurde bereits effektiv und konkret über die Möglichkeiten der zukünfti-gen Zusammenarbeit gesprochen, welche in vielfältiger Art und Weise bestehen. Auch die Zusammenarbeit der kom-pletten Gruppe aus Rawicz mit den Unterstützern aus Attendorn verlief zielorientiert und es wurden bereits grundle-gend wichtige Elemente ausgearbeitet, die dazu beitragen, dass eine Städtepartnerschaft beidseitige Fruchtbarkeit mit sich bringt. Neben diesen ersten positiven Eindrücken liegt Rawicz mit seinen rd. 30.000 Einwohnern in einer ähnli-chen Größenstruktur wie Attendorn, liegt ca. 60 km nördlich von Breslau und ist verkehrstechnisch bestens zu errei-chen. Wie Attendorn verfügt die Stadt über ein reiches gesellschaftliches, sportliches und kulturelles Leben und bildet mit der dortigen Wirtschaftsstruktur eine sehr ähnliche Ausrichtung wie Attendorn.


Wir gratulieren der Hansestadt Attendorn und die Stadt Rawicz zur erfolgreichen Begründung der Partnerschaft und wünschen Ihnen eine langlebige, erfolgreiche Beziehung. Bedanken möchten wir uns bei der Hansestadt Attendorn und Stefan Lütticke (Leiter des Amtes für zentrale Dienste) für den Bericht.